Berlin

Jannik hat auch unter Antra Refluxepisoden - das war die niederschmetternde Diagnose der letzten pH-Metrie (4/2004).

Wir besprachen mit dem behandelnden Arzt noch einen weiteren Winter abzuwarten, sollte Jannik noch einen schweren Atemwegsinfekt haben so stünde eine Fundoplikatio an.

Der nächste schwere Infekt kam dann wenige Tage vor Weihnachten 2004 in Form einer heftigen Lungenentzündung, die glücklicherweise sehr gut und sehr schnell auf das verabreichte Antibiotikum ansprach.

Weil ich einer Fundoplikatio am geöffneten Brustkorb sehr kritisch gegenüber stand, fragte ich im Internet nach, ob vielleicht jemand von der Möglichkeit wüsste, diese OP auch an einem Kind laparoskopisch durchzuführen.

Auf diesen Hilferuf meldete sich Professor Schaarschmitd vom Klinikum Buch in Berlin, der so jemanden sehr gut kenne - er selbst habe nämlich große Erfahrungen darin. Und weil er Janniks Fall für dringend befand, ermöglichte er ihm einen OP-Termin im Schnellverfahren. Sobald Janniks Lunge von der Lungenentzündung so gut abgeheilt sein würde, dass er eine Narkose bekommen könne, sollte die OP sein.

Glücklicherweise stolperte ich im Internet über Stephanies Kinder-Reflux-Seite. In einem fast 3 stündigen Telefonat sprach Stephanie mir Mut zu und berichtete mir, was uns erwarten würde.

So kam es, dass ich mich mit Jannik schon am 5. Januar 2005 auf den Weg nach Berlin machte. Voller Hoffnung und gleichermaßen zuversichtlich wie ängstlich.

Im folgenden Bericht könnt ihr nachlesen, wie Jannik die OP wegsteckte und wie ich den Klinikaufenthalt empfunden habe. Es gibt Bilder von den Narben und auch von der Intensivstation zu sehen. Ich denke mal, dass auch sanfte Gemüter nicht verschreckt werden. Jannik ist mit der Veröffentlichung seiner Bilder einverstanden und er hofft, dass sie anderen Kindern, die diese OP noch vor sich haben, helfen.

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