Stand Mai 2003:

Das ganze Jahr 2002 hindurch war Jannik gesundheitlich sehr stabil. Im Dezember 2002 mussten wir allerdings wieder mit dem Antra beginnen, weil er wieder die typischen Hustenkrämpfe bekam.

Im März 2003 erwischte ihn erst Scharlach und anschließend ein wirklich übler Atemwegsinfekt, vier Wochen hangelte er sich zwischen Bronchitis, Peribronchitis und Lungenetzündung hindurch, hatte lange Fieber und musste viel husten.

Antibiotika schlugen nur schwach an, ganz offensichtlich hat er sich einen Virusinfekt zugezogen, es ging ihm richtig schlecht. Für seine hypereagiblen Bronchien bekam er ein neues Medikament: Singulair und das hat gut angeschlagen.

Im April 2003, nachdem seine Atemwege wieder komplett abgeheilt waren, wurden ihm die Rachenmandeln (Polypen/Adenoiden) entfernt. Die waren massiv vergrößert und waren wohl ein Grund dafür, dass der Infekt vom März so langwierig war, weil sich immer wieder Infekte im Mittelohr bildeten (teilweise sahen die Trommelfelle kriminell aus), der ganze Bereich hinter den Nase nicht gescheit belüftet wurde und sich diese Infekte immer wieder auf die Lunge ausweiteten.

Die Entfernung der Rachenmandeln wurde ambulant gemacht, das war kein großer Eingriff. Dafür bekommt Jannik wieder sehr viel besser Luft, schläft entspannter und kann sehr zu seiner Freude richtig Schneuzen.

Ob wir in diesem Sommer versuchen das Antra wegzulassen ist fraglich, im Moment sitzt mir der Märzinfekt noch zu sehr in den Knochen. Auch das Singulair wird Jannik noch eine ganze zeitlang weiter nehmen. Bis zum Sommer wird er zusätzlich noch mit einem Budesonitpräparat inhalieren um die Bronchien optimal zu schützen und 100%ig ausheilen zu lassen.

Stand März 2005:

Jeder Auslassversuch mit Antra wurde umgehend mit einem Kruppanfall zunichte gemacht. Im Herbst-Winter 2003/2004 war Jannik oft krank, die Kruppanfälle wurden heftiger, die Bronchitiden stärker und immer öfter entwickelten sie sich zu Lungenentündungen. Er war wochenlang nicht in der Schule und das nagte gewaltig an ihm.

Im Frühjahr 2004 wurde Jannik in der Kinderklinik wieder von Dr. Klöckner untersucht. die pH-Metrie ergab, dass er auch unter Antra Refluxepisonden hat, die Bronchoskopie zeigte deutlich geschädigtes Lungengewebe, nur die Gastroskopie war soweit ok. Wieder waren alle Allergietests negativ, dafür zeigte der Lungenfunktionstest mittelprächtige Obstruktionen (Krämpfe), sodass Jannik absofort auch ein ß-Mimetikum inhalieren muss um die Brochialmuskulatur zu entkrampfen. Dr. Klöcker wollte noch einmal ein Jahr mit einer Operation warten, erklärte uns aber, dass beim nächsten großen Infekt eine OP unumgänglich sei.

Im Herbst wurde er wieder gegen Grippe geimpft, was sich in dieser Saison als ungemein vorteilhaft erweisen sollte.

Der nächste große Infekt kam im Dezember 2004 in Form einer heftigen Lungenentzündung, bei der Jannik großes Glück hatte, dass unsere Hausärztin sie sofort erkannte und das Antibiotikum sehr sehr schnell anschlug.  Nun war auch sie der Meinung, dass Jannik umgehend operiert werden müsse. Dr. Klöckner war in diesem Herbst gestorben und obwohl wir ihn privat nicht kannten, trauerten wir einem der besten Ärzte nach, die wir kennen lernen durften.

Im Internet erkundigte ich mich, ob jemand eine Möglichkeit wüsste diese Operation bei einem Kind laparoskopisch durchzuführen. Es meldete sich Professor Schaarschmidt aus Berlin, der seit vielen Jahren Erfahrungen mit dieser Operation hat und Jannik umgehend einen OP-Termin ermöglichte.

Janniks Operation

6 Wochen nach der Operation setzten wir alle Medikamente ab. Jannik hatte Anfangs leichte Kehlkopfinfekte, die wir mit Budesonit-Inhalationen "niederknüppelten". Ein wirklich schlimmer Infekt stellte sich nicht ein. Ab Februar legte eine Grippewelle Deutschland lahm, die zwei besten Freunde von Jannik bekamen eine Virusgrippe und ich war sehr beruhigt, dass Jannik und seine Schwestern im Herbst geimpft worden war. Sehr zu ihrem Leidwesen mussten sie auch dann gesund in die Schule, als viele ihrer Kameraden krank zuhause bleiben "durften".

Jetzt haben wir Ende März 2005 ; Jannik ist rundherum gesund, kann rennen ohne Luftnot und ist glücklich. So ganz traue ich dem Frieden noch nicht, aber ich bin zuversichtlich.


zurück zu Seite 1

weiter zu Seite 3